Benjamin, der reisende Pfälzer, hat auf seinem Reiseblog zu einer Blogparade aufgerufen. Das Thema: Weihnachtsmärkte! Wir möchten es uns nicht nehmen, bei diesem besinnlichen Thema miteinzusteigen und unsere eigenen Erfahrungen zur Winterzeit preiszugeben. Und was gäbe es gerade auch Schöneres in der Freizeit zu tun, als nach einem stressigen Tag ganz entspannt über einen festlich geschmückten Weihnachtsmarkt zu bummeln, die wunderbaren Gerüche von Zuckerzeug, Glühwein und Kerzen einzuatmen und die Seele zum Klingen zu bringen. Ausgerüstet mit molliger Winterjacke, Handschuhen und schicker Kopfbedeckung hält man es auch gut einige Stunden in der Kälte aus und kann sich nach Herzenslust treiben lassen. Schließlich hat Deutschland in puncto Weihnachtsmärkten viel zu bieten.

Weihnachtsmarkt in Frankfurt

Nicht nur der Weihnachtsmarkt in Frankfurt hat eine tolle Atmosphäre zu bieten: in vielen anderen deutschen Städten sind ebenfalls sehr sehenswerte Märkte zu finden (Foto: 123rf.com).

Neben absoluten Klassikern wie dem Dresdener Striezelmarkt, der seit 1434 besteht und somit der älteste Weihnachtsmarkt des Landes ist, oder dem Nürnberger Christkindlesmarkt, bietet fast jede Stadt einen oder sogar mehrere weihnachtliche Märkte an. In Berlin etwa kann man zwischen über 80 Adventsveranstaltungen wählen. Ganz besonders schön und mit einem Hauch von Nostalgie bedacht sind hier die Weihnachtsmärkte an einem der schönsten Plätze Deutschlands, dem Gendarmenmarkt, und in der urigen Kulturbrauerei im Szenebezirk Prenzlauer Berg. Kunsthandwerk, Feuerstellen und Kleinkunst haben hier noch die Oberhand und die sonst so stark in der Stadt verbreitete Rummelatmosphäre bleibt draußen.

In Deutschlands grüner Mitte zählt der Erfurter Weihnachtsmarkt zu den bekanntesten, ist er doch wunderschön platziert im mittelalterlichen Stadtkern zwischen Dom und Severikirche. Aber auch die etwas kleinere Ausgabe in Weimar braucht sich nicht zu verstecken. Über die gesamte Altstadt erstreckt sich hier die Weimarer Weihnacht bis hin zum Rathausplatz, auf dem der große Christbaum steht. Aktionen wie ein lebendiger Adventskalender locken immer wieder auf den Markt, auf dem es neben allerlei Leckereien auch traditionelle Handwerkskunst und kreative Geschenke zu erstehen gibt.

Ein echter Geheimtipp ist auch das Weihnachtslicht in der kleinen Hansestadt Herford. Auf fünf Innenstadtplätze verteilt, hat jeder Bereich einen eigenen Themenschwerpunkt und bietet vom Tipi für die öffentliche Märchenstunde, über den Gauklermarkt mit mittelalterlichem Karussell und Feuerkünstlern, den Märchenbuden und den Glühweinständen Spaß für Jung und Alt. Auf dem zentralen Platz, dem alten Markt, steht eine riesige Tanne, die neben dem üblichen Schmuck mit 70 Sternen verziert worden ist. Diese Herforder Lebenslichter wechseln jedes Mal, wenn in der Adventszeit in Herford ein Kind zur Welt kommt, ihre Farbe und heißen den neuen Erdenbürger zusätzlich mit einem Fanfarenstoß willkommen. Ein ganz besonderes Highlight findet am 6. Dezember statt, wenn der ehrwürdige Nikolaus in der einbrechenden Dunkelheit mit einem hell erleuchteten Boot über den Fluss der Stadt gefahren kommt, um den Kindern am Ufer kleine Präsente zu bringen.

Bei dieser Auswahl wundert es nicht, dass deutsche Weihnachtsmärkte im Ausland das große Ding sind. In England und Schottland etwa sind traditionelle German Christmas Markets ein echter Besuchermagnet, der Touristen von nah und fern anziehen. Wir brauchen glücklicherweise nur vor die Haustür zu gehen und sind schon mittendrin. Also ab in die Outdoorklamotten und los geht’s!

1 Comment

  1. Vielen Dank für deinen Beitrag zur Blogparade. Der Weihnachtsmarkt in Herford hört sich nett an. Das wäre ja auch nicht weit von mir. Besonders die Idee die neuen Erdenbürger im Dezember mit unterschiedlichen Lichtern zu begrüßen finde ich schön.

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