Wer das Wandern liebt, der wird Teneriffa lieben, denn die größte der Kanarischen Inseln ist nicht nur als Insel des ewigen Frühlings bekannt und bietet das ganze Jahr über beste Vorraussetzungen für ausgedehnte Wanderungen, sondern ist auch ein Kontinent in Miniaturformat und reicht von einer Höhe von 3718 Metern bis ans Meer. Gepaart mit dem vulkanischen Ursprung der Insel ergibt sich landschaftlich ein Abwechslungsreichtum, der nicht ohne Grund Jahr für Jahr zahllose Wanderer anzieht. Man kann buchstäblich von den Wolken bis ans Meer wandern. Werfen wir also einen Blick auf die vier wichtigsten Wandergebiete der Insel.

Die wichtigsten Wandergebiete auf Teneriffa

Der Teide Nationalpark

Der Star unter den Wandergebieten ist zweifelsfrei der Teide Nationalpark, der seinen Namen dem Teide, Spaniens höchstem Berg, verdankt. Er bietet Wanderern Touren deutlich oberhalb der Wolken und bietet durch die teilweise recht bizarre Kraterlandschaft, aus der er sich erhebt, unvergessliche Eindrücke. Der Teide Nationalpark ist durch seine faszinierende Ausstrahlung bereits Drehort für viele Hollywood-Filme und Werbespots gewesen und ist auch mit dem Auto gut erreichbar, wobei es allerdings auch ausgedehnte Wanderrouten gibt, die sich fernab jedweder Straßen befinden.

Wandern auf Teneriffa – der Teide ist allgegenwärtig-teide

Blick auf den Teide – der höchste Berg Teneriffas (Fotos: Andreas Westphal).

Der Mercedes-Wald

Etwas östlich des Nationalparks befindet sich der Mercedes-Wald, der neben der Kanarischen Kiefer, einer endemischen Kiefernart, noch einen weiteren Star hat: Eukalyptus. Dieser gedeiht auf Teneriffa sehr gut und ist durch seine sich ständig erneuernde und dadurch ablösende Rinde sehr leicht zu identifizieren. Hinzu kommt der Eukalyptus-Duft, der einen beim Wandern an vielen Stellen ein ständiger Begleiter ist.

Das Anaga-Gebirge

Ganz im Nordosten von Teneriffa ist das oftmals wolkenverhangene Anaga-Gebirge. Hier wandert man durch ausgedehnte Lorbeerwälder und genießt stellenweise Wanderungen auf Berggraden, die beidseitig einen ungehinderten Blick auf das Meer geben. Das Anaga-Gebirge bietet aber auch viele schöne Aussichtspunkte, die bei klarer Sicht einen tollen Ausblick auf die weite Teile des Nordens bieten, aus deren Hintergrund majestätisch der Teide aufragt.

Das Teno-Gebirge

Die über 500 Meter hohen und sehr bekannten Klippen von Los Gigantes bilden das westliche Ende des Tenogebirges im Westen von Teneriffa. Teno alto, also der obere Teil des Gebirges, ist bei Wanderern sehr beliebt und bietet den Vorteil, dass dort nicht allzu viele “Standard-Touristen” anzutreffen sind.

Viele Wanderungen auf Teneriffa liegen über der Wolkengrenze, aber bieten auch Weitsichten auf das Meer

Mystische Stimmung nach Waldbrand.

Weitere Wanderungen

Mit ein wenig Recherche im Internet finden sich noch viele weitere tolle Wandergebiete, denn es gibt viele private Wanderseiten, auf denen die Touren inklusive Bilder und Koordinaten aufgelistet werden. Die weiten Kiefernwälder oberhalb von Icod de los Vinos sind da nur ein Beispiel für, denn gerade der Nordwesten von Teneriffa ist eher etwas für naturverbundene Menschen und zieht keinen Massentourismus an. Wer in weiten Wäldern, in Vulkanlandschaften und von den Wolken bis ans Meer Wandern will, der sollte Teneriffa unbedingt besuchen.

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