Mein Kletterseil hat es schon lange mal nötig: am Ende des Klettertages sind die Handflächen mit schwarzen Streifen bedeckt, die vom Abrieb des Sicherungsgerätes kommen, der sich auf dem Seilmantel befindet und dann an den Handflächen abgeputzt wird, wenn man beim Ablassen das Kletterseil durch die Hand gleiten läßt. Und wie oft musste ich mir schon von Kletterpartnern anhören, dass ich doch mal mein Seil waschen könnte, weil man ja völlig verdreckte Finger hätte, wenn man damit sichern müsste. 🙂

Beal Rope Brush Hand

Hier habe ich die Beal Rope Brush in der Hand (Foto: JK).

Seilverschmutzung durch Sicherungsgerätabrieb

Neben dem metallischen Abrieb, der vor allem durch Sicherungsgeräte hervorgerufen wird, ist mein Kletterseil auch durch diverse Klettertouren, die im Regen endeten, etwas „verunreinigt“ – um es mal vorsichtig auszudrücken. Es steht also eine kleine Kletterseil-Reinigung an, die ich demnächst vornehmen möchte. Heute kam dafür auch schon ein praktisches Utensil an, denn Achim von Kletterschuhe.de hat mir zum Testen eine Seilreinigungsbürste namens „Beal Rope Brush“ geschickt, die ich demnächst mal im Praxiseinsatz nutzen werde. Dabei handelt es sich um eine Spirale aus Aluminium, die nach innen gerichtete, recht feste Borsten aufweist. Die Bürste ist durch die Spiralform für alle Seildurchmesser geeignet, da sie sich automatisch anpaßt.

Beal Rope Brush von oben

Bei der Ansicht von oben sieht man schön, wie sich die Borsten der Seilbürste an den Seilmantel schmiegen. Und keine Sorge: Das Seil ist nicht das Kletterseil, das ich im Gebrauch habe, sondern nur ein Stück von einem alten „Kletterstrick“, der nur noch für Knotenübungen in Verwendung ist (Foto: JK).

Wenn es an die Reinigung geht, werde ich aber noch einen gesonderten Artikel schreiben, der dann auch zeigt, wie man die Brüste am besten verwendet, um sein Kletterseil von Schmutz zu befreien. Dieser Artikel hier sollte eigentlich nur ein paar Fotos von der Beal-Seilbürste zeigen.

Anwendung der Beal Rope Brush

Ich habe mein kleines Seilstück, das ich sonst für Knotenübungen nehme, mal in die Rope-Brush eingeführt und ich muss sagen, das ging schon garnicht so einfach. Die Seilbürste ist relativ eng und so bekommt man das Kletterseil am besten „rein“, wenn man ein Stück in die Spiralbürste reinsteckt und dann den Rest „reinschraubt“ (Update: Es geht einfacher, aber das zeige ich am besten mal in einem Video). Ist es dann erstmal komplett in der Bürste, kann man mit einer Hand an dem Seilende ziehen, während die andere Hand die Beal-Bürste festhält. Ich nehme an, auf diese Weise wird man dann auch verfahren, wenn man das Kletterseil in der Badewanne mit Wasser putzen möchte. Aber wie das genau funktioniert, das werde ich dann beschreiben, wenn ich den Praxistest hinter mir habe und einen echten Testbericht zur „Beal Rope Brush“ schreiben kann.

Beal Rope Brush vorne

Dieses Seil ist nur ein Stück von einem aufgepelzten alten Kletterseil. Aber man kann gut sehen, wie sich die Bürste von Beal eng um das Seil legt. Der „Rahmen“ der Seilbürste ist aus Aluminium gefertig (Foto: JK).

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